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Hier geht es zur Geschichte von
Tinos. und Micki, Anton
und Emil
Hexe wurde 1995 im Tierheim abgeholt, wo
sie sich mit ihrem unverwechselbaren Charme ihre neuen "Dosenöffner"
aussuchte, indem sie schläfrig lasziv ihr Pfötchen aus dem Käfig
streckte. Eigentlich wollte unser Catsitter (der damals noch gar kein
Catsitter war ....) lieber eine "stinknormale", unauffällige, grau-braun
gestreifte Katze. Aber manchmal kommt es eben anders - Hexe hatte ihre
Wahl getroffen. Also gut, dann ist es eben die dreifarbige Katzendame.
Sie sieht zwar überwiegend schwarz aus, hat aber ein hübsches weißes
Bäuchlein. Da ihr Gesichtsausdruck etwas düster-unheimlich war, wurde
sie Hexe getauft.

Der neue Besitzer durfte die kleine Hexe noch nicht gleich mitnehmen:
Hexe musste - vermutlich nach einem unbehandelten Knochenbruch - noch
tierärztlich versorgt werden. Nach drei Tagen kam sie dann - mit
verbundenem Pfötchen - in ihrem neuen Zuhause an.
Hier inspizierte sie vorsichtig, aber neugierig das ganze Haus. Tagsüber
allein zuhause, empfing sie abends ihre Menschen mit lautem Maunzen und
Schwätzen und bekam dafür unendlich viele Streicheleinheiten als
Belohnung - man hat sich nach einem Arbeitstag ja was zu erzählen.
Schnell lernte Hexe die Katzentür kennen und verstand dass man durch
diese Klappe nach Belieben hinaus in den Garten gelangt. Die
"kulinarische" Versorgung von Hexe war durch ihre Vorgeschichte
bestimmt: schwerkrank im Tierheim abgegeben, hatte sie mehrere Wochen
nicht gefressen. Also war hier besonders auf die Qualität des Futters zu
achten. So wurde sie nach und nach zu einer Feinschmeckerin, für die
schon mal ein Stück Hühnerbrust extra zubereitet wurde ....
Hexe entwickelte sich prächtig, bis zu jenem Samstag im Juni 1997. Nach
einer langen Regenphase war dies endlich mal wieder ein schöner
Sonnentag - so richtig dazu geeignet, in Feld und Wald herumzustreifen.
Spät abends war Hexe zwar zuhause, aber sie konnte nicht aufstehen -
irgendetwas war mit ihrem Hinterlauf passiert. Voller Sorge wurde der
tierärztliche Notdienst angerufen - ein Beinbruch wurde diagnostiziert.
Hexe wurde operiert, es wurde ein Metallstift in den Knochen eingesetzt
und sie durfte nach der Narkose mit nach Hause. Sie sah einfach schlimm
aus - der Hinterlauf war komplett rasiert, eine lange, grob genähte Naht
war zu sehen, sie musste eine Halskrause tragen, damit sie die Fäden
nicht raus zog - das war eine schwierige Zeit. Glücklicherweise ließ sich
Hexe durch die Halskrause nicht vom Fressen und Trinken abhalten, und
viele, viele Schmuseheinheiten und Aufmerksamkeit halfen ihr über diese
schwere Zeit hinweg.
Für ihre Menschen stand fest - der geplante Urlaub muss wohl ins Wasser
fallen, denn 2 Wochen allein in der Wohnung bleiben sollte sie nicht,
auch wenn es ihr schon wieder besser ging. Der Zufall wollte es, dass in
der Zeitung ein kleiner Artikel über einen neuen Verein erschien: Der
Catsitters-Verein war gerade dabei, sich zu gründen! Nix wie hin, das
klingt interessant! Schon beim ersten Treffen wurden Erfahrungen und
Katzengeschichten ausgetauscht - auch von Hexe und dem geplatzten
Urlaub. Da meldete sich eine besonders engagierte Frau und bot an, Hexe
zweimal am Tag zu besuchen und mit vielen Streicheleinheiten zu
versorgen, obwohl sie einen langen Anfahrtsweg hatte. Man verabredete
sich und es war sofort klar, dass sich Hexe und die Catsitter-Frau
ausgezeichnet verstanden. Hexe war inzwischen wieder fit und so
entschloss man sich doch zum geplanten Urlaub. Bei der Rückkehr war Hexe
lieb, ausgeglichen und verschmust wie immer! Auch die Catsitter-Frau war
ganz angetan: So eine liebe Katze hatte sie selten gesehen ..... eine
ganz innige Freundschaft war geschlossen.
Offensichtlich hatte Hexe nichts vermisst hatte, obwohl sie während des
2-wöchigen Urlaubs ihre geliebte Freiheit nicht genießen konnte. Da sich
weiterhin gut erholte, durfte sie bald wieder in Wald und Feld
herumstreichen.
Da diese Urlaubsbetreuung so gut geklappt hatte, wollte auch Hexe's
"Frauchen" selbst mal für eine andere Katze da sein - und es dauerte
nicht lange bis sich eine Gelegenheit in der näheren Umgebung bot. Kater
"Paul" sollte für ca. 10 Tage während des Urlaubs seiner Besitzer
versorgt werden. Etwas unsicher war das neue Catsitter-Vereinsmitglied
schon noch bei der ersten Betreuung, aber "Paul" machte es ihr leicht -
obwohl von seiner Besitzerin als sehr scheu beschrieben, war er nach
wenigen Tagen sehr zutraulich und immer zuverlässig zu den Fütterzeiten
zuhause. So lernte Hexe's Frauchen im Laufe der Zeit zahlreiche andere
Katzen kennen, von denen jede ihre ganz individuellen Eigenheiten hatte
- aber das ist eine andere Geschichte ....
Und wie ging es nun mit Hexe weiter? Sie war in der ganzen Nachbarschaft
als liebe Katze bekannt, besuchte die ältere Frau in der Gartenwohnung
nebenan und suchte sogar die Gesellschaft von den Nachbarskindern, indem
sie sich von ihnen streicheln ließ und ihnen beim Spielen zuschaute. Sie
erweiterte ihren Aktionsradius immer mehr, und wurde ab und zu auch am
weiter entfernten Waldrand gesehen. Wenn sie auch an lauen Sommerabenden
mehrere Stunden unterwegs war, so kam sie doch immer zuverlässig jede
Nacht nach Hause. Doch eines Abends war sie schon länger als üblich
nicht daheim gewesen, und man machte sich große Sorgen. Mit der
Taschenlampe auf der Suche, wurde es immer später und die Sorge immer
größer .... bis sie die kleine Hexe fanden - sie lag tot am Straßenrand.
Jeder Katzenbesitzer wird sich die Trauer und den Schmerz vorstellen
können und man wollte es einfach nicht wahrhaben! In den Tagen danach
war es besonders schwer, nach der Arbeit nachhause zu kommen und nicht
von einer maunzenden Hexe begrüßt zu werden .... Im Garten meint man
immer noch, ein vertrautes Huschen zu sehen ...... man glaubt, das
Geräusch der Katzenklappe zu hören .... und der Platz, an dem der
Fressnapf stand, ist so leer ......
Aber hier hilft sehr das Mitgefühl all derer, die Hexe gemocht haben,
und die sie im Laufe der 6 Jahre, die sie in diesem Zuhause verbrachte,
betreut haben. Alle, die sie kannten bedanken sich bei Hexe, für die
Freude, die sie mit ihrem freundlichen und aufgeschlossenen Wesen in ihr
Herz gebracht hat.
Und nach einiger Zeit hilft es auch, wenn man die Gelegenheit hat,
andere Katzen kennen zu lernen und ihnen das zu geben, was sie brauchen
und sich an ihnen zu freuen.
There is a bridge connecting heaven and earth.
It is called the Rainbow Bridge because of its many colors.
Just this side of the Rainbow Bridge there is a land of meadows, hills
and valleys with lush green grass.
When a beloved pet dies, the pet goes to this place. There is always
food and water and warm spring weather. Old and frail animals are young
again.
Those who are maimed are made whole. They play all day with each other.
There is only one thing missing. They are not with their special person
who loved them on earth.
So, each day they run and play until the day comes when one suddenly
stops playing and looks up!
The nose twitches! The ears go up! The eyes are staring! And this one
suddenly runs from he group!
You have been seen, and when you and your special friend meet, you take
him in your arms and embrace.
your face is kissed again and again and again, and you look once more
into the eyes of your trusting pet.
Then you cross the Rainbow Bridge together, never to be separated again.
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